|
Que
Pasa: Wie enstand Conexion Latina?
Connexion
Latina: Als ich 1978 durch die Karibik
reiste und arbeitete hörte ich viel Radio
und natürlich auch viel live Musik, deren
Rhythmik und deren Farben mich sehr beeindruckten.
Zurück in München (1978/1980) traf ich
den Perkussionisten Cesar Granados (Panama) und
den Pianisten Luis Monge(Costa Rica), die eine
latin combo hatten. Ich nahm meine Posaune und
machte mit.
Desgleichen mit den Mojos, die der New Yorker
conga Spieler Charles Campbell leitete. Unsere
Arrangements hörten wir uns von Schallplatten
ab.
 |
Que
Pasa: Bitte stelle mir die Mitglieder
der band und ihre Rollen vor..
C.L:
Conexion Latina setzt aus karibischen, amerikanischen
und europäischen Musiker zusammen,
die über Europa verstreut leben, die
band hatte also oft unterschiedliche Zusammensetzung.
Bei der Aufnahme von Mambo Nights war ich
krank und konnte nicht als Instrumentalist
teilnehmen. Die Trompeter kamen aus Deutschland
(Thomas Bentzko,
|
Klaus Reichsstaller, Gil Kaup), Posaune spielten
Peter Schadlow (D) und Cesar Perez (Venezuela),
die Rhythmus Gruppe war Felipe Rengiro sr. conga,
Felipe Rengori jr. bongo (Venezuela), Jesse Milliner
piano (Cuba), Tomas Perez bass (Puerto Rico),
Javier Plaza vocal and percussion (Venezuela),
Yma America vocal, die auch von den Inseln kam.
Dazu der grossartige venezolanische Arranguer
/ Komponist Alberto Naranjo.
Gäste waren die Trompeter Dusko Goykovich
(Serbien)und Bobby Shew (USA), Lutz Häfner
bariton sax (Deutschland), Adrian Mears Posaune
(Australien).
Weitere Mitglieder von Conexion Latina in früheren
Versionen waren Joe Gallardo (tb - USA), Benny
Bailey (tp - USA), Nicky Marrero (timbales –
Puerto Rico), Bobby Stern (ts – USA), Ismael
Miranda and Anthony Martinez (Puerto Rico), und
zahlreiche Andere.
.
| Que
Pasa: Was war der erste Durchbruch?
C.L:
Der erste grosse Auftritt für
CL war ein Festival in Köln wo wir
mit Mongo Santamaria, Willie Colon und Ruben
Blades auf einer Bühne waren. Der nächste
grosse event war das Berlin Jazzfest (1982)
bei dem der Vokalist Ismael Miranda mitmachte.
|
|
Que
Pasa: Ihr spielt eine Mischung von Latin
Jazz, Mambo und Salso. Wir würdest Du Deinen
Musikstil bezeichnen?
C.L:
Es kombiniert sich alles in “Latin Jazz”.
Que
Pasa:
Aus welchen Ländern kommen die band Mitglieder?
Wie trägst Du ihrer Herkunft Rechnung, wie
mischt sich so ein breites Sopektrum von Einflüssen?
C.L: Conexion Latina ist ein grosses
Ensemble, das Konzept ist beeinflusst von Stan
Kenton und dem Thad Jones – Mel Lewis Orchestra.
Que
Pasa: Conexion Latina sitzt in Deutschland,hat
das die Musik beeinflusst?
C.L:
Eigentlich nicht.
Que
Pasa: Das letzte Album heisst Mambo Nights,
wie kamst Du auf diesen Titel?
C.L:
Der Name wurde vom Arrangeur Alberto Naranjo angeregt.
Que
Pasa: Die band wurde ja schon 1980 gegründet,
Du hast also eine breite Erfahrung? Hat dies die
Musik verändert?
C.L:
Musik läuft immer durch Entwicklungen und
Einflüsse. In den Fünfziger Jahren hatte
ich eine kleine Mambo Combo die Perez Prado covers
spielte ohne viel davon zu verstehen. Mit der
Zeit wuchs mein Verständnis und ich bekam
auch gute Ratschläge, z.b. von Tito Puente.
Que Pasa: In welcher Weise unterscheidet
sich Mambo Nights von früheren Alben, wenn
überhauptl?
|
C.L:
Mambo Nights wurde geformt von Alberto Naranjo
während z.b. Calorcito die Auffassung
von Luis Garcia und Tito Curet Alonzo spiegelt.
Que Pasa: Du bist auf Salsa Festivals
mit solchen Grössen wie Tito Puento,
Ruben Blades, Willie Colon und Eddie Palmieri
aufegtreten. Wie ist das, wenn man mit ihnen
auf der Bühne steht?
|
|
C.L:
Es war eine gute Erfahrung und ich lernte viel.
Gleichzeitig habe ich aber realisiert dass alle
bands „mit Wasser kochen“.
Que
Pasa: Wird es weitere Tourneen geben?
C.L:
Ich werde nicht mehr mit band auf Tournee gehen,
zu spät. Nächstes Jahr werde ich 80
Jahre alt.
Que
Pasa: Wie sieht die Zukunft für
Conexion Latina aus?
C.L:
Ich habe die band and den Bassisten Tomas Perez
übergeben, der immer grössere Problem
auf sich zu kommen sieht. Reisekosten und Hotelkosten
übersteigen regelmässig das Einkommen.
Wir planen Conexion Latina drastisch
zu verkleinern, wohl auf ein Sextett.
Que
Pasa: Mit welchen Künstlern würdest
Du gern arbeiten?
C.L: Sonny Rollins.
Rudi
Fuesers
Für
die Besprechung der Conexion Latina CD klicken
Sie bitte auf CD review
page
,
Für weitere Information zu Conexion Latina
oder auch um CDs zu bestellen, gehen Sie bitte
auf die Website der Conexion Latina http://www.conexion-latina.net
oder auf http://www.enjarecords.com
---------------------------------------------------------*******************
|